Der Kleingärtner

Von kleinen Paradiesen im Garten und auf dem Balkon

Ernte und Abendbrot

Dieses Jahr gab es erstmalig auch Möhren im Garten. Und dabei das Ha-ha Erlebnis das sich Möhren doch nicht nach dem Eu-verordneten oder Verbrauchermarktgewünschten Wachstum richten.
Ein paar waren andersfarbig, anderes formig und überhabt sehr eigen.

Bild:der Kleingärtner Erntekorb aus dem eigenen Garten, Sommer 2017
Aber kurz gesagt echt lecker und sehr schmackhaft.
Gemeinsam mit den nicht ausgesägten, aber aus dem letzten Jahr noch im Boden befindlichen Kartoffeln würde es ein guter kleiner Ernteertrag, der prima für ein Abendessen reichte.

Eine Buchentdeckung für Garten-und Essfreunde

Die Gartenliebe kam spät, aber die Freude gutes Essen zu genießen ist schon länger vorhanden. Das nur vorab.
Die eigenen Gemüse anbauen, die erste eigene Kartoffelernte, die Saisontomaten und Kürbisse. Herrlich und lecker. Da treffen sich diese wunderbaren Lebensräume und große Dankbarkeit ist immer nach den jeweiligen Erlebnissen im eigenen Garten und in der Küche bzw. am Esstisch vorhanden.
Klar das da, vorallem in den nicht so aktiven Zeiten Muse bleibt, auch mal zu schmöckern, was es leckeres gäbe im nächsten Gartenjahr, oder was vielleicht die Kürbissuppe noch interessanter machen könnte.
Viel Liebe zu den Produkten aber eben auch zu dem Gartenbereich und die Freude an der Beschäftigung damit lassen aber auch die Ansprüche steigen.
Wenn andere etwas gut machen, der Impuls „Liebe zum Produkt“ aber ähnlich ist, kann es eine Freude sein, diese Entdeckung zu teilen.
Und so geht es gerade mit dem Koch und Bilderbuch „Ein Jahr quer durchs Beet“ von Nicola Kinghorn und Julia Hofmann aus dem JaJaVerlag.

Bild: Cover des Buches, JaJaVerlag

Die beiden Koch-, Back,- und Essverrückten Autorinnen des Buches starteten im Mai, so wie ihre eigenen gemeinsame Unternehmung, ein Cafe im Frankfurter Westend. Wie herrlich, mal nicht mit dem „langweiligen“, weil im Winter befindlichen Januar ein Jahresbuch zu beginnen, finde ich. Im Januar hat die Gärtnerin wenig zu tun, besucht die verfrorenen Pflanzen im Garten, schneidet hier ein paar Staudenreste weg, oder füllt die Vögelfutterplätze nach. Nichts wirklich spannendes in Sachen „Wachsen und Gedeihen“ eben.

Das Kochbuch „Ein Jahr quer durchs Beet“ ist natürlich eine Rezeptesammlung nach Monaten sortiert, ist aber auch ein Lesebuch für die Geschichte der beiden Autorinnen. Das ist lesenswert und zeigt doch das die richtig guten Geschichten nicht immer einen Buisnessplan brauchen, sondern viel Herzblut. Und dann ist es ein Fotobuch, dass die herrlichen Rezepte schön illustriert. Der Fotograf Gerhard Weber hat die „Seele“ der Unternehmung, von dem im Buch auch öfter die Rede ist toll eingefangen.

Bild: Blick ins Buch, Illustrationen Jenny Boidol

Das Buchschmöker-I-Tüpfelchen sind die Illustrationen von Jenny Boidol, die das Ganze sehr „home-made“ erscheinen lassen.

Schön ist an dem Buch, dass es auch immer wieder eine kleine Warenkunde zu den jeweilig verwendeten Produkten gibt, so dass auch die Koch- und Gemüsebildung, die z.B. bei spätberufenen Gärtnerinnen wie mich, auch was hängen bleibt.

Herrlich für einen selber, in der blauen Stunde mit Pro Secco genossen zum lesen, gut zum Arbeiten in der Küche und auch ein tolles Geschenk, wenn man den richtigen Freundeskreis dazu hat.

Nochmal zum mitschreiben:

Ein Jahr quer durchs BeetMit Matilda´s Kitchen – von Nicola Kinghorn und Julia Hofmann, illustriert von Jenny Boidol

Hardcover mit Fadenheftung und Lesebändchen
27 x 19 cm, 192 Seiten in Farbe
ISBN 978-3-946642-08-4

29,00 €
Im guten Buchhandel erhältlich. Wer lokal kauft, stärkt den Einzelhandel vor der eigenen Tür.

Es ist Sommer und es ist Zeit zu handeln

Weniger Vögel und weniger Insekten. Das merken nicht nur die Vögelfreunde und Autofahrer. Die einen beim Zählen, die anderen wenn sie ihre Scheiben im Sommer weniger putzen müssen, weil kaum noch Insekten dort aufgeploppt sind.
Das das alles nicht von ungefähr kommt und die Natur nicht nur in Europa sondern auch in Deutschland stirbt, wird immer sichtbarer. Daher gibt es jetzt viele Inititativen, die im Wahlkampf auf die Parteien einwirken wollen, dass diese Entwicklung gestoppt wird.
Den das Problem ist Menschengemacht.
Gift in der Landwirtschaft, gepresste Insekten in Heuballen, keine Nistmöglichkeiten für Insekten und Vögel, keine Blumen in Vorgärten, Ende der Artenvielfalt, um nur ganz wenige Bausteine zu nennen.

Wer mal schauen mag, ein eindrucksvolles Video zum Schmetterlingssterben:

oder eine Petitionskampagne im Netz:

https://weact.campact.de/petitions/unsere-heimische-natur-stirbt-aufschrei-jetzt?

Oder der Bericht über die Fotoarbeit des Fotografen Pablo Piovano zu den Folgen des massiven Gebrauchs von Glyposat in Argentinien:

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/ttt-16072017-pablo-piovano-100.html
Eine europäische Bürgerinitiative kämpft für ein Verbot von Glyposath und eine andere Initiative sumofus.org hat sich die Verhinderung der Fusion zwischen Monsanto dem Hersteller und Bayer dem Medikamentenlieferanten gegen die Auswirkungen zusammen geschlossen. Auch Miserior hat eine ecard-aktion „Saat für Vielfalt“ an die EU gestartet um die Fusion zu verhindern.

Zeit zum Handeln allemal.

Verlassene Bahnstrecke mit sattem Blumenmantel

So verlassene Orte können doch schöne Momente beinhalten.

Bildquelle: Wegesrand

Eine aufgelassene Bahnstrecke, die auch nicht mehr gemäht wird, hat sich zu einem schönen Blüten und Blumenmeer verwandelt. Das ist doch mal schön zu sehen und zeigt, dass es ohne Spritzmittel oder Mahd doch sehr schön sein kann am Wegesrand. Und bestimmt auch Bienen – und Insektenfreundlich. Schade das die Wegesränder nicht so gelassen werden.

Lieblingsplätze zum Sommeranfang

Jetzt ist Sommer und da freut sich alle Welt auf den Lieblingsplatz im Garten. So auch viele Gartenfreunde.
Hier eine kleine Auswahl von meist ausgefallenen Orten. Im Staudenbeet: Weiterlesen

Gartenreich Dessau-Wörlitz Fest- und Gedenkjahr mit Fachtagung

Wenn das keine tolle Veranstaltung ist: Die Gartentagung in Wörlitz:

Der 200. Todestag von Leopold III. Friedrich Franz, Fürst und Herzog von Anhalt-Dessau (1740-1817) wird zum Anlass genommen, um an sein Leben und Wirken zu erinnern und insbesondere seine Leistungen, die mit dem Gartenreich Dessau-Wörlit
z Eingang in das UNESCO Weltkulturerbe gefunden haben, angemessen zu würdigen. Einen Höhepunkt innerhalb des Fest- und Gedenkjahres bildet die Gartentagung mit dem Thema »Leopold III. Friedrich Franz – sein Gesamtkunstwerk nach 250 Jahren«. Weiterlesen

Erste Kirschmarmelade des Jahres fertiggestellt

Am heißesten Tag des Jahres in den Kirschbaum steigen? Eine Frage, die ich schon seit dem letzten Jahr gerne mit „Ja“ beantworte.
Der gut 30 Jahre alte Süßkirschbaum der Eltern erfreut auch in diesem Jahr mit einer reichen Ernte. Nicht so üppig wie im letzten Jahr, aber so, dass es neben den oberen Etagen für die Vögel noch genug gibt für die Zweibeiner darunter.

Gut 5 Kilogramm waren es wieder und nach dem entsteinen und dampfgaren kamen noch stattlich 3 Liter Saft dabei heraus, dass es zwei große Töpfe sein mussten.
In diesem Jahr wurde auch wieder der Gelierzucker 2:1 gewählt. Aber mal das Markenprodukt aus der Nachbarschaft. Und die Marmelade wurde auch echt top. Hatte sich wirklich gelohnt. Weiterlesen

Als eine Linde noch das Symbol für Westfalen war

Nicht mal fünf Zentimeter misst das Kunstwerk des Monats Juni, der Münzbecher „Dortmunder Femelinde“, das im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster ausgestellt wird. Das kleine Exponat aus der Münzsammlung des Museums steht für hohe Handwerkskunst. Bis Ende Juni ist es in der Vitrine im Museumfoyer zu sehen. Am Donnerstag (22.6., 17 Uhr) erklärt Stefan Kötz, Kurator Münzkabinett, wie aus einer Münze der Becher getrieben wurde. Weiterlesen

Buntspecht genießt Insekten to go

Das war ein Kopfen und Tönen, dass so gar nicht nach Baum klang. Und richtig genug, da saß ein Buntspecht, vermutlich der kleine Kerl, der kürzlich bei den Nachbarn die Trauerbuche abklopfte, bevor diese in ihr dichtes grünes Blattkleid schlüpfte und suchte sich eine Mahlzeit. Weiterlesen

Erdbeerernte startet

Es hat etwas gedauert und es handelt sich auch nicht um ein wirkliches Erdbeerfeld, aber immerhin haben die vier kleinen Erdbeerpflänzchen doch angefangen Früchte zu produzieren.
Sie sind nicht sehr süß, man könnte auch sagen recht sauer,aber ganz ansehnlich.
So wie es aussieht wird es auch noch mehr an Ertrag in den nächsten Tagen.

Bild: Erste Erdbeeren 2017

Gerne sollen noch ein paar Gläser Erdbeermarmelade dazu kommen, so für den Eigenverbrauch, mal sehen ob das klappt.

« Ältere Beiträge