Der Kleingärtner

Von kleinen Paradiesen im Garten und auf dem Balkon

Kategorie: Garten (Seite 1 von 34)

Insektenfreundliches Licht – Austausch im Naturschutzgebieten möglich

Mit Blick auf den Natur- und Artenschutz machen immer mehr Städte eine Umrüstung auf insektenfreundliches Licht in ihren empfindlichen Zonen möglich. Zum Beispiel hat die ostwestfälische Stadt Rheda-Wiedenbrück eine neue Beleuchtung, in einem sensiblen Landschaftsabschnitten installiert. Dort wurde LED gegen ein insektenfreundliches rötliches Licht. Ähnliche Laternen wurden bereits in dem Landschaftspark Flora Westfalica ehemals ein Landesgartenschaugelände montiert.

Die Stadt erfüllt mit dieser Maßnahme eine Auflage der Naturschutzbehörde. Für die  lichttechnischen Berechnungen wurden die Belange des Tier- und Umweltschutzes und des Energieverbrauchs mit der Verkehrssicherheit abgewogen. Um die Störwirkung von Lichtemissionen auf die Tier- und Pflanzenwelt zu verringern, sind die Lichtfarbe und das entstehende Streulicht zu beachten. Die Lichtfarbe wird bei LED-Leuchten in Kelvin (als Farbtemperatur) angegeben und sollte möglichst unter 3.000 Kelvin liegen. Darüber hinaus wird das aus den verwendeten Laternenköpfen austretende Licht bauartbedingt auf den Radweg gerichtet. In das Umfeld der Grünflächen wird  kaum Streulicht gelenkt. Darüber hinaus leuchten die Laternen je nach Uhrzeit auch unterschiedlich hell. Im Sinne des Energieverbrauchs wird ab 23 Uhr die Nachtabsenkung aktiviert.


Foto: Karsten Knöbel (vorne) und Heinz Blankert (im Hubsteiger) von der Firma Börger Elektrotechnik haben insgesamt zwölf Laternenköpfe zwischen Hauptstraße und Am Werl installiert.

Seltene Vögel in NRW – Buchtipp

Am Wochenende (18.11.) wurde im LWL-Museum für Naturkunde in Münster der erste Atlas über „Seltene Vögel in Nordrhein-Westfalen“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Hunderte ehrenamtliche Vogelkundler kamen zum naturkundlichen Ehrenamtsforum, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ins Museum eingeladen hatte, um das Buch direkt in Empfang zu nehmen. Weiterlesen

Ausstellungstipp in Münster – „Meine Naturblicke in NRW“

Eine persönliche Sicht auf die heimische Natur in Form von Fotografien gibt das LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vom 18.11.2017 bis zum 18.3.2018 den Besucherinnen und Besuchern. „Meine Naturblicke in NRW“ nennt sich die Fotoausstellung mit 15 Bildern von Dr. Olaf Niepagenkemper. Die Ausstellung wird am Samstag (18.11.) um 16.30 Uhr im Planetarium eröffnet. Die Öffentlichkeit ist zur Eröffnung eingeladen. Weiterlesen

Kübelpflanzen kommen ins Winterlager

Oh je, nach einem schönen Terrassen und Gartenjahr stellt sich nach den ersten leichten Frostnächten die Frage, wohin mit den Kübelpflanzen, die wieder ein Stück größer und stattlicher geworden sind. Weiterlesen

Kraniche fliegen in den Süden – Oktober

Nach dem Sturm und den schlechten Wetterbedingungen flogen heute um so mehr Kraniche gen Süden.
Gute Reise und kommt bald wieder: Weiterlesen

Halloween ein eingewanderter Brauch auch in Westfalen

Wenn Graf Dracula in Bielefeld-Jöllenbeck um die Ecken schleicht und sieben Geister sich in Dortmund-Hörde kichernd in einen Hauseingang drücken, ist es wieder einmal soweit: Das Halloween-Fest hat begonnen und Menschen mit schwachen Nerven sollten lieber zu Hause bleiben.

Das Halloween-Fest hat heute eine nicht zu übersehende kommerzielle Komponente, dazu gehören Filmproduktionen, Dekorationsartikel, öffentliche Partys, besondere Angebote von Freizeitparks oder spezielle Angebote von Süßwarenherstellern. Da Halloween nicht auf eine bestimmte Region beschränkt ist, sondern sich in ganz Europa ausbreitet, eignet es sich noch mehr als andere Bräuche zur Vermarktung. „Insgesamt entspricht der Halloween-Brauch einem wachsenden Bedürfnis nach öffentlichen Bräuchen mit hohem ‚Spaßfaktor‘, die noch nicht durch ein genau einzuhaltendes Zeremoniell festgelegt sind. Auch die Tatsache, dass das Fest in die ansonsten relativ braucharme Zeit zwischen Spätsommer und Advent fällt, hat sicherlich zu seiner guten Aufnahme auch in Westfalen beigetragen“, so Cantauw.

„Anfang der 1990er Jahre war Halloween in Deutschland fast nur in der Studentenszene bekannt. Mit gruseligen Kostümen bekleidet feierte man in vielen Universitätsstädten Halloween-Partys“, so Christiane Cantauw vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). „Für uns ist es besonders spannend zu beobachten, wie sich ein neuer Brauch ausbreitet und wie er sich entwickelt. Und egal wie man dazu steht: Dazu gehört in der heutigen Zeit auch die Kommerzialisierung“, so die Volkskundlerin weiter. Der in den USA weit verbreitete Brauch, dass Kinder in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, der Halloween-Nacht, von Tür zu Tür gehen und mit dem Spruch „trick or treat“ Süßigkeiten einfordern, hat sich in Westfalen vor etwa 20 Jahren eingebürgert. „Hier heißt es ‚Süßes, sonst gibt’s Saures‘ und wenn sich jemand weigert, etwas zu geben, muss er mit Streichen rechnen“, warnt Cantauw.

Nicht nur die Kinder haben den neuen Brauch für sich entdeckt: In den Vorgärten und Häusern finden sich neue Dekorationen: Angefangen von Lichterketten in Geisterform bis hin zu Fledermäusen als Fensterbilder sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Und auch in den Vergnügungsparks und Party-Locations macht man sich den Spass-Faktor des Festes zunutze.
Ein geläufiges Symbol des Halloween-Festes, das auch in der festtypischen Dekoration immer wieder auftaucht, ist der ausgehöhlte und von innen beleuchtete Kürbis, im angelsächsischen Sprachraum ‚jack-o-lantern‘ genannt. „Dieses mit dem Halloween-Fest scheinbar untrennbar verbundene Symbol war anfangs ein Ersatz für die Laternen aus Rüben, die es in Amerika nicht gab. Die irischen Einwanderer stellten in Übersee bald fest, dass sich die ihnen bis dahin nicht bekannten Kürbisse noch weitaus besser zur Anfertigung von Laternen eigneten als die harten Rüben“, erklärt Cantauw.

Rübenlaternen und Erheischen von Gebäck oder Obst waren auch in Westfalen nicht unbekannt: „Früher haben die Kinder in Westfalen aus Rüben Laternen geschnitzt. Diese Laternen waren meist mit Mustern verziert, zum Teil leuchteten die Kerzen aber auch aus ausgeschnittenen Gesichtern oder sogar Fratzen, die denen der Halloween-Kürbisse ähneln. Mit diesen Laternen gingen die Kinder am St. Martinstag von Tür zur Tür und baten um kleine Gaben. Dabei drohten sie allerdings keine Streiche an, sondern es ging in den plattdeutschen Sprüchen um die abgeschlossene Ernte und den anstehenden Jahreszeitenwechsel“, vergleicht Cantauw den alten westfälischen Brauch mit Halloween. Im benachbarten Emsland fanden diese Umzüge sogar an Allerheiligen statt. In Bayern wurden die ausgehöhlten Rüben teilweise auch als Grableuchten benutzt. Ein eingeschnittenes Kreuz ließ das Licht dabei weit in die Nacht hinein leuchten.

Hintergrund:
Der Halloween-Brauch geht auf das alte irisch-keltische Fest „Samuin““ zurück, in dessen Mittelpunkt die Kommunikation der Lebenden mit der Anderwelt stand. Im Frühmittelalter wurde an diesem Tag das Fest „Allerheiligen“ eingeführt, das dem Halloween-Fest auch seinen Namen gab: An „All Hallows Eve“ oder „All Hallows Evening“, also dem Vorabend des Allerheiligenfestes, gedachte man der Verstorbenen. Die irischen Einwanderer führten den Brauch im 19. Jahrhundert in den USA ein. Statt aus Rüben wurden die Geisterfratzen dort bald aus Kürbissen geschnitzt, auch die so genannten Heischegänge der Kinder mit ihrem Ruf „trick or treat“ (Geschenk, sonst gibt es einen Streich) nahmen hier ihren Anfang.

Bienen im Herbst und Winter zum Beispiel im Freilichtmuseum Detmold

Was machen die Bienen eigentlich im Herbst und Winter? Dieser Frage widmet sich ein Mitmachprogramm im LWL-Freilichtmuseum Detmold. Am Sonntag (15.10.) erläutert Barbara Niemann bei einem Rundgang durch das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ab 11 Uhr, wie die wertvollen Blütenbestäuber die kalte Jahreszeit überstehen. Anschließend besteht die Möglichkeit, Kerzen aus Bienenwachs zu rollen. Pro Kerze fallen zwei Euro Materialkosten an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist der Museumseingang. Weiterlesen

The Adventures of Rob Cabbage von Wilm Weppelmann

Münsteraner Künstler Wilm Weppelmann europaweit sehr umtriebig. Sein Kunstprojekt „The Adventures of Rob Cabbage“ war in London bei dem alternativen Gartenfestival „Chelsea Fringe“ präsent, auch auf der documenta in Kassel hat sich sein wilder Straßenrotkohl in die Pflanzpyramide der amerikanischen Künstlerin Agnes Denes eingeschlichen. Der Fernsehkoch Björn Freitag hat ihn im Sommer mit einem Fernsehteam in der Stadt Münster begleitet, um dem Kunstprojekt auf die Spur zu kommen. Weiterlesen

Selbst geflochten – Kartoffelkorb-Workshop in Detmold

Wer schon immer mal wissen wollte, wie formschöne und pratktische Erntekörbe hergestellt werden, der kann jetzt im Freilichtmuseum Detmold was lernen.

Die Kartoffelernte ist bereits in vollem Gang. Damit die Ernte auch im geeigneten Behälter richtig transportiert werden kann, bietet das LWL-Freilichtmuseum Detmold einen Workshop für Erwachsene zum „Kartoffelkorb flechten“ an.  Weiterlesen

Vogelfutterhäuschen flechten für Erwachsene in Detmold

Wenn der Herbst naht und die Gärten winterfest gemacht werden, sollte man auch an die Vögel denken. Sie freuen sich, wenn der ein oder andere Garten oder Balkon eine Mahlzeit für sie bereit hält. Das LWL-Freilichtmuseum Detmold bietet für diejenigen, die den Vögeln durch die kalte Jahreszeit helfen möchten, die Möglichkeit, in zwei Workshops ein Vogelfutterhäuschen zu flechten.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) richtet sich mit diesem Angebot an Erwachsene, die gemeinsam mit Petra Franke einen Winterfutterplatz aus Weiden herstellen möchten. Der erste Workshop findet am Freitag (29.9.), der zweite am Dienstag (3.10.) jeweils von 13.15 bis 18 Uhr im Lauschhaus statt. Die Teilnehmer sollten ein scharfes Taschenmesser, eine Rosenschere, Arbeitskleidung und Verpflegung mitbringen. Der Kurs kostet jeweils 15 Euro, hinzu kommen etwa 15 Euro Materialbeitrag und der Museumseintritt. Eine Anmeldung ist für den ersten Workshop bis zum 22. September, für den zweiten Termin bis zum 26. September im Infobüro unter Tel. 05231 706104 erforderlich.

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