Das Wetter ist immer noch so schön wie es nur sein kann: morgens frisch, fast frostig, aber dann tagsüber warmer Sonnenschein heute mit viel Wind.

Hagebuttenhinten

Bei dem Gang durch den Garten fiel der Blick auf die üppigen Hagebuttensträucher weiter hinten. Wenn ich ehrlich bin, sind sie mein B-Team, immer da wenn es in den ersten Reihen und Töpfen zu zotteligen Zuständen oder zu Schädlingskatastrophen kommt. Sie wachsen genügsam auf dem sandigen Teil des Gartens. Klaglos, immer munter wie es scheint, werden schöne lilafarbene Blüten entwickelt und jetzt im Herbst sind die kräftigen runden Früchte, die in der Jugend die Reserve für Juckpulver bildeten, prall gefüllt und wunderbar rot. Wenn nichts funktioniert, die Hagebutte ist immer für mich da.

Hagebutten1

Überhaupt begleitet sie mich schon länger durch mein Leben. Der einzige halbwegs wohlschmeckende Jugendherbergs-, oder Massenunterkunftstee war der Hagebuttentee, wenn ich mich richtig erinnere. Auch hier haben mich diese Früchte bzw. was die Teeindustrie draus gemacht hat nie enttäuscht.

Vielleicht sollte ich morgen mal rüber gehen und ein komplizenhaftes wissendendes Lächeln herrüber reichen und leise ein „Dankeschön“ murmeln. Wer weiß ein funktionierendes B-Team ist besser als ein selten performendes A-Team. Über die Hagebuttengedanken habe ich die Rosen vergessen. Mal sehen morgen, oder so. Morgen ist dann Oktober.