Wie wichtig „Bienen, Wildbienen, Hummeln & Co“ sind wird immer deutlicher. Daher starten Land auf, Land ab Veranstaltungen, damit die kommende Gartensaison auch für diese nützlichen Helferlein attraktiv wird. Zum Beispiel die Aktion „Blühende Landschaft Lippe“ hatte jetzt eine passenden Vortrag gehalten:

Samentütchen Vorderseite

Bildquelle: Das Tütchen mit einer einjährigen Blühsamenmischung der Aktionsgemeisnchaft Blühende Landschaft Lippe (Foto: privat)

Als Fachreferent war dieses Mal der Diplom-Biologe Christian Venne von der Biologischen Station Paderborn-Senne eingeladen. Er stellte den interssierten Zuhörern viele, vor allem solitär lebende Bienenarten in Wort und Bild vor. Diese brauchen nicht nur Nektar als Energiespender von Blühpflanzen, sondern sind oft auf ganz bestimmte Pflanzen und deren Pollen als Nahrung für ihren Nachwuchs spezialisiert. Venne zeigte, dass es unter den Wildbienen Hosensammler, Bauchsammler und Kropfsammler gibt. Fehlen deren Nahrungspflanzen, so sind auch die Tierarten in ihrem Bestand bedroht. Das trifft für fast 50% aller Wildbienen in NRW zu. Außerdem benötigen sie offenen Boden oder Altholz für ihre Nester. Wildblumenwiesen, die das ganze Jahr über blühen, aber auch Weiden oder anderes Gehölz könne hier helfen.

Es wurde auch deutlich, dass man nicht einfach vorhandene Brachflächen umpflügen solle, um dort Blühwiesen anzulegen, sondern dass gerade solche Areale ideale und artenreiche Nahrungsquellen für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Falterarten sein können. Allerdings brauchen auch solche Flächen im Herbst einen kleinen Pflegeaufwand.

Eine Blühmischung für Hausgärten mit einjährigen Blühpflanzen wurde von der Aktionsgemeisnchaft bereitgehalten. Auch hier sei es aber wichtig, sie im Herbnst nicht zu früh abzuräumen. Denn auch einjährige Pflanzen können im nächsten Jahr wieder kommen, wenn manihnen Zeit zur Samenbildung gibt. Diese Samentütchen sind in der Lippequalität-Geschäftsstelle im Kreishaus Detmold zu bekommen.

Die Aktionsgemeinschaft, die unter der Schirmherrtschaft der Buiologin Dr. Traute zur Lippe steht, ist im vergangenen deutlich größer geworden. Neben den Startern der Aktion, dem Lippequalität e.V. und dem Lippischen Heimatbund, haben sich der Lippische Imkerbund, der Lippischen Landwirtschaftliche Hauptverein und die Landwirtschaftskammer, der Kreis Lippe und die sechszehn lippischen Kommunen, die Lippische Landeskirche, die Biologische Station Schieder, das Umweltzentrum Heerser Mühle, das Westfälische Freilichtmuseum Detmold, der Naturschutzbund Deutschland und viele andere angeschlossen. „Man muss nicht irgendwo beitreten, sondern wer mitmacht ist schon dabei, die Blühende Landschaft Lippe zu fördern“, sagte Puzberg. Dass es außerdem einige Förderer gibt, ist dabei besonders erfreulich und einen Dank wert, denn ohne die Beiträge der Volksbank, der Gläsel-Stiftung, einiger Lippequalität-Betriebe und der Sparkassen in Lippe können auch solche Aktionen nicht wachsen.“

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