Am Montag, den 24. März 2014, lädt die Trägergemeinschaft des Projekts „Blühende Landschaft Lippe“ nach Lemgo zu einer Informationsveranstaltung ein. Sie richtet sich in erster Linie an Garten- und Grundstücksbesitzer, an Imker und Verantwortliche für Betriebs- und Schulgelände sowie für kleinere Flächen und das sogenannte Straßenbegleitgrün. Die Abendveranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Cafeteria der Werkstatt für behinderte Menschen in der Stiftung Neu Eben-Ezer, Alter Rintelner Weg 29, 32657 Lemgo. Hauptreferent des Abends ist der Leiter der Biologischen Station Schieder, Matthias Füller.

BlumenwieseDas Projekt „Blühende Landschaft Lippe“ unter der Schirmherrschaft der Prinzessin Dr. Traute zur Lippe wird von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Initiativen getragen: die lippische Landwirtschaft und die Landwirtschaftskammer, der Lippische Heimatbund und der Kreisimkerverein Lippe, der Kreis Lippe, der Lippequalität e.V., die Biologische Station Schieder und das Umweltzentrum Heerser Mühle. Ziel ist es, durch geeignete Anbau- und Pflegemaßnahmen in öffentlichen, landwirtschaftlichen, betrieblichen und privaten Bereichen die Artenvielfalt an heimischen Blühpflanzen bis in den Herbst hinein wieder zu erhöhen und damit den Wildbienen und Schmetterlingen, den Hummeln und Faltern und natürlich den Honigbienen mehr Raum zu geben und diese zu erhalten. Denn parallel zum Rückgang der Blühflächen seien auch viele Insektenarten drastisch zurückgegangen.

„Es wäre schon erstrebenswert, wenn wir mehr und seltenere Arten von Schmetterlingen wieder in unseren Gärten, in Parks und an Straßenrändern finden würden“, sagte Günter Puzberg von der Regionalbewegung Lippefreunde e.V., die die Federführung für das Projekt hat. „Und die Imker klagen darüber, dass nach der Rapsblüte häufig die Bienenvölker gefüttert werden müssten, weil nicht genug Blühpflanzen übers ganze Jahr zur Verfügung stünden.“

Der Verein Lippequalität weist schon seit längerem darauf hin, dass es in Lippe trotz einer erfreulich hohen Zahl an Imkern deutlich zu wenig heimischen Honig gibt. Es sei schade, dass die Nachfrage nach Honig aus der eigenen Region nicht gedeckt werden könne. Umso erfreulicher sei das positive Echo, das der Start des Projekts „Blühende Landschaft Lippe“ bislang erfahren hat. Was uns noch fehlt, so Puzberg, sind Sponsoren, mit deren Hilfe manche Initiative erfolgreich unterstützt werden könnte.

Mehr dazu unter www.lippe-freundeskreis.de