Der milde Winter oder längere Herbst diesen Jahres hat die Erwartungen auf den Frühling als Jahreszeit und als Start in die lang ersehnte Gartensaison beflügelt.

Endlich im April mit seinen wechselhaften und schauerintensiven Tagen kommt wieder so was wie „Erfahrungskontinuität“ bzw. Bauernregelnverlässlichkeit auf.

April, April er macht was er will.

Und das spürt jeder (Hobby-, Klein- und Haus-) Gärtner aktuell deutlich. Der Rasen macht einen Satz und wer die passende Woche verpasst, kann den Rasenmäher so hoch stellen, dass es noch gerade durch die wachsende Fläche, langsam einer Wiese gleich, reicht.

Schon auf die Tomatensetzlinge setzen oder doch noch zu früh? Die Kirschen blühen, die Forsythien sind schon fast durch und das satte Grün hat die gelben Blüten schon abgelöst.

Osterglocken wohin man schaut und auch die alten Bäume fangen gemächlich an ihr Blattgrün noch sehr hell und schütter auszubilden.

Ja, die schöne Zeit des Blühens und des frischen neuen Grüns ist angebrochen.

Überhaupt ist ein blühender Garten nicht nur für den Betrachter und Blumenliebhaber eine Wonne. Wichtig ist die blühende Pracht für die Bienen und Hummeln und für alle die nützlichen Insekten, die die Bestäubung auch der Nutzpflanzen übernehmen. Durch die eingeschleppten Schädlinge sind so manche Bienenvölker geschwächt worden und die blühenden Blumen die in einem natürlichen Umfeld ohne die Einschränkungen blühen können geben diesen Nützlingen wieder Kraft.

Unter den Blumenliebhabern wird die alte Diskussion welche Sorten der Rosen denn die Besten sind erst im kommenden Monat wieder anheben. Ob Stockrosen, Buschrosen, Kletterrosen oder alte Sorten die richtigen für den Garten sind, wird sich nicht klären lassen. Und das ist auch gut so. Die Blumen in den Gärten und Parks sind in ihrer wechselnden Pracht für die Seele und die Nase und das Auge ein herrlicher Punkt im satten Grün.

Kletterrosen von Garten-Schlüter© garten-schlueter.de

Ob Lustwandeln, selber Gärtnern oder einfach nur in einem Stadtpark die Seele baumeln lassen in der Mittagspause oder zum Abend hin. Blumen und Menschen gehören zusammen und je nach innerer Disposition gelingt es gut bis sehr gut.

Schön, dass am Ende des Tages doch alle letztendlich das Blühende mögen und schätzen. Und jetzt im Frühling geht’s los. Wie schön.