Meine Stauden und Blumenzwiebel kommen aus der ganzen Welt. Sie stehen und blühen prächtig in allen Farben. Viele stehen mit den Büschen und Sträuchern meiner Vorgärtnergenerationen friedlich und fröhlich nebeneinander. Einige sind so gut gewachsen, dass sie eng stehen. Sich gegenseitig schützen und halten. Einige sind nur kurz da, einige länger. Generationen sind durch den Garten gegangen, hier aufgewachsen und sind auch von hier aus gegangen.
Friedlich, freundlich und im Austausch miteinander.
Teure Pflanzen, einfache Pflanzen. Jede hat ihren Platz. Und auch der kann mal gewechselt werden, je nach Art der Pflanzen. Das ist das Leben, so soll es für mich sein. Ein Werden und Vergehen mit Bereicherung von Außen und immer wieder ein neues zusammenwachsen. Mit- und aneinander wachsen.

Kein Feudalismus, sondern Fülle für Alle, keine Gier auf Kosten anderer. Keine alten Parasiten stark machen, offen sein für Menschen.

Kultur leben und neugierig sein auf andere Kulturen. Säkular und Privat. Das Bewußsein für die eigenen kulturellen Wurzeln haben und offen sein für die Bereicherungen der Anderen. So geht menschliches Wachsen und werden.

Einfach mal anerkennen, dass man selber nie alleine Maßstab und allselig machend ist. Demut und Menschlichkeit, Offenheit und Nächstenliebe. Und wenn das alles nichts hilft, einfach mal „Nathan der Weise“ lesen. Und das neue Testament ist auch spannender Lesestoff.