Es ist Hochsommer und ziemlich heiß, 37 Grad und seit Wochen fällt kein Regen. Eine Landschaft drum rum fast schon ein bisschen karg, wenn nicht die Eiszeit sanfte Hügel hineingegeben hätte. Viel Landwirtschaft, große Felder, kurz Weite.
Die Hitze schafft auch Weite, aber anders im Inneren. Die Alltagshetzereinen, die klein-kleinen Kollegen, alles liegt weit weg, im wahrsten Sinne. Termine in der kommenden Zeit finden nur noch im Kalender ihren Widerhall. Vergessen, losgelassen Ruhe, Staunen, Schwitzen und einfach nur sitzen.
An einem Ort wie diesem:

KleingartnerRefugiumBildquelle: Der Kleingärtner: Kirschbaum Gärtnerrefugium

Unter dem alten Kirschbaum, schattig aber doch leicht vom Wind umspielt. Nicht weit zum Kühlschrank oder zum Tee und sonst nichts, oder nix eben.

Pläne für demnächst reifen: Der Vorgarten seitlich als Staudenbeet. Vielleicht noch dieses Jahr, oder nächstes wer weiß.
Der Hausbaum, Pflaume, oder Eberesche?
Es wird sich finden. Es ist so schön und ruhig und die Gedanken reifen, mehr unbewußt als Bewußt, einfach nur sitzen, loslassen, das alte Jahr, die alten Beziehungen, aufgelöst und die alten Gedanken, denen jetzt überlassen die sie brauchen, hier nur noch neue, große, lustige und lebensfrohe.
Wie schön ist der Ort, dort wo die Hitze und die sanften Hügel zu Hause sind.