Ich gebe es zu, zu den Kleingärtnern, die wenig Ahnung von der Gartenbodenbeschaffenheit haben gehöre ich auch. In einem Magazin gerade gelesen, das z.B. die ostwestfälische Stadt Gütersloh seit dem Jahre 1994schon gut 2.500 Düngeberatungen für Hobbygärtner auf Basis von Nährstoffanalysen der Gartenbodenproben aus Gemüsebeeten, Gehölz-, Stauden- und Rasenflächen durchgeführt hat. Zitat: „Den meisten Hobby-Gärtnern und Rasenbesitzern sei gar nicht bewusst, dass die oft durchgeführte Düngung nach Gefühl viele Gefahren und Probleme mit sich bringe… Durch eine unausgewogene Nährstoffversorgung des Bodens verschlechtert sich im Nutzgarten die Qualität des Gemüses. Die Pflege des Rasens wird meist aufwendiger. Auch zu beachten ist, dass Rosen andere Bodenverhältnisse benötigen als Moorbeetpflanzen wie Rhododendron oder Heide. Zudem belastet ein Zuviel an Nährstoffen den Boden und das Grundwasser. …Nur wer den Nährstoffgehalt kennt, kann gezielt düngen und schont damit Boden und Grundwasser. Über die Jahre hat sich gezeigt, dass Untersuchungsergebnisse von Teilnehmern, die nach ein paar Jahren den Gartenboden erneut analysieren ließen, meist ein verbessertes Nährstoffverhältnis im Boden haben. Sie hatten ihre Düngegewohnheiten der Beratung entsprechend umgestellt und sind dabei gezielter auf den Bedarf der jeweiligen Pflanzen eingegangen. Auch war zu beobachten, dass die Pflanzen besser gedeihen und auch weniger mit Schädlingsbefall zu kämpfen hatten.“

Da muss ich mich mal schlau machen, ob es sowas bei uns auch gibt.

Bodenaktion-Beate-GahlmannFoto: Umweltberaterin Beate Gahlmann berät gern zum Düngen im Garten und zur aktuellen Gartenbodenaktion in Gütersloh.