Mal eine Gartenansicht durch eine Malerin. In der Galerie Kerstner stellt die 1969 im russichen Pskov geborene Malerin Julia Belot Bilder der Serie „Gartenträume“ aus.Vernissage: Donnerstag, 2.2.2017, ab 18 Uhr, Die Künstlerin ist zur Vernissage anwesend.Galerie Kerstner, Friedrich-Ebert-Straße 7, 61476 Kronberg im Taunus

Bildquelle: Galerie Kestner

Laufzeit der Ausstellung: Freitag, 3.2. bis Mittwoch, 1.3.2017
In Julia Belots Gemälden spielen die Kinder häufig eine zentrale Rolle. Sie verfügen über Fähigkeiten, welche dem Erwachsenen im Lauf der Jahre häufig verloren gehen. Kinder hingegen sind in der Lage, eins mit der Natur zu werden und sich gänzlich in ihrem Tun verlieren zu können. Für die Künstlerin ein Schlüssel zum Glück. Die Bilder Julia Belots sind nicht wirklich idyllisch, vielmehr sollen sie eine sehr subjektive Idylle darstellen, beispielsweise aus der Sicht des Kindes.
Für die Serie „Gewächshaus“ malte die Künstlerin Pflanzen, die in abgeschlossener Umgebung kontrolliert gezüchtet werden, ganz gegensätzlich zur Flora der freien Natur. Diese Bilder wirken wie Porträts von sonderbaren, teils skurrilen, teils exotischen oder schönen Personen. Bei uns sind sie fremd, diese „Bewohner“ der Glashäuser. Manche sind uns bereits lange bekannt, wie der Kaffee, der Ingwer oder die Baumwolle. Dennoch sind uns ihre Züge nicht vertraut. Wir sind ihnen noch nie auf Augenhöhe begegnet. Diese exotischen Wesen sind fragil, in unserer freien Natur nützen ihnen ihre Überlebensstrategien nichts. Allein im Glashaus ist ihnen das Überleben möglich. Und doch fühlen sie sich bei uns wohl – werden doch einige von ihnen über hundert Jahre alt. In ihrem Heimatland ist manche Art bereits ausgestorben, existiert bei uns jedoch noch hinter Glas.