Oh je noch zweimal wird die Saisonkomposttonne bei uns geleert. Bei dem Laub ist es im Moment kaum vorzustellen, dass es bald ohne gehen soll. Bei dem guten Wetter heute wird einem ganz Wehmütig, da es so schön warm ist und sich doch die letzten Sommergäste verabschiedet haben. Wenn ich mich nicht vertue ist der Zilpzalp aus der Nachbarschaft verschwunden. Vor 14 Tagen war er sicher noch da, aber nun ist er weg. Geht als letztes kommt als Erster heißt es ja schon von früher her.
Dafür sind die Meisen wieder verstärkt bei uns und den Nachbargärten. Immerhin flattern die um die Bäume und die Spatzen und Finken sind auch in der Landschaft wahrnehmbar. Da fühlt man sich nicht ganz so Wintereinsam. Bei meinem Bruder etwas weiter weg, blühen noch die Chrysanthemen, Dahlien und Astern der Schwiegereltern und deren ganzer Stolz, der üppige Wilde Wein mit den großen karmesinroten Flecken an der Hauswand und der Laube die er überwuchert. Wir können uns von der Traubensafternte dieses Jahr nicht retten. Bei der ersten Flasche zu schnell „genossen“ gabs bösen Durchfall. Jetzt nur noch täglich 1 Glas mit dem „edle Gesöff“ und etwas Kräuterblut, stärkt die Abwehrkräfte. Soweit zum Thema „Ernte“ Holunderbeeren werden bei der Nachbarin zu Gelee und Saft verarbeitet. Mal sehen ob ich noch Marmelade werde tauschen können.

Der Schwiegervater meines Bruders schwört auf dieses Buch, falls es jemanden interessiert: