Wir kannten es aus Lippe, haben selber die Bienenmischung vom BUND ausgestreut und jetzt gibt es immer mehr Kommunen, die an ihre Bevölkerung Blühmischungen verteilen. Die 100.000 Einwohner- und Kreisstadt Gütersloh geht mit gutem Beispiel im Kreis Gütersloh voran.
Dort kann man jetzt kostenlos beim Umweltamt die kleinen Tütchen mit der große Wirkung bekommen. Die Gütersloher Blühmischung ist einmal ein Hingucker, aber auch ein Blühender Vorrat für Insekten aller Art, die bald wieder aus ihren Unterschlupfen kommen.
Vorallem die Schmetterlinger und Bienen habe es echt schwer, in Vorgärten ohne Blühpflanzen. Daher kann jetzt jeder in seinem Garten oder auf dem Balkon in einem Balkonkasten oder in einem Pflanzkübel, diese Blumenmischung aussähen und die tolle blühende Pracht selber bewundern. Und nebenbei zum aktiven Naturschützer werden. Dort wo Blumen blühen lassen sich Nutzinseketen gerne nieder.
Toll ist bei der Gütersloher Mischung, dass sie auf Dauer angelegt ist:

Bildquelle: Umweltamt der Stadt Gütersloh

Folgende Punkte sind bei einer Neuanlage zu beachten: Die mehrjährige Samenmischung der Firma Rieger-Hofmann besteht aus 60 % Kultur-, 40 % Wildpflanzen. Die maximale Standzeit beträgt ca. 5 Jahre. Höhe: 80-140 cm Aussaat: Die Aussaat sollte wegen der Kulturpflanzen nicht vor Mitte April und bis Juni erfolgen. Der Inhalt der Samentüte „Lebendige Gärten in Gütersloh“ enthält 2 g und ist für Kleinflächen von 1 m² ausreichend. Zum Aussäen ist evtl. eine Beimischung von Sand oder Sägemehl hilfreich, um eine gleichmäßige und dünne Verteilung zu erleichtern. Das Saatbeet sollte gelockert, unkrautfrei und feinkrümelig sein. Das Saatgut wird obenauf gestreut und kann entweder angedrückt oder angewalzt werden. Bitte ggf. nach der Aussaat mit der Gießkanne vorsichtig wässern. Die Mischung ist für einen sonnigen Standort gedacht.
Und wichtig, bitte Geduld haben: Die ersten Keimlinge erscheinen bei feuchtem Boden nach zwei bis drei Wochen. Die Entwicklung der Wildpflanzen erstreckt sich über eine ganze Vegetationsperiode. Einige Samen sind hartschalig und keimen erst im folgenden Frühjahr. Pflege: Eine Pflege ist nicht notwendig. Die Stauden und Blumen ziehen sich im Winter in die Erde zurück bzw. säen sich selbst aus. Oberirdische abgestorbene Pflanzenreste sollten über den Winter stehen bleiben und erst im Frühjahr vor dem Austrieb zurückgeschnitten werden. Sie sind wichtige Winterquartiere für Wildbienen. Die oben gegebenen Hinweise sind unter Einbeziehung von Informationen der Fa. Rieger-Hofmann erstellt. Siehe auch: www.rieger-hofmann.de.

Mehr Informationen unter: www.natur.guetersloh.de