Mit Blick auf den Natur- und Artenschutz machen immer mehr Städte eine Umrüstung auf insektenfreundliches Licht in ihren empfindlichen Zonen möglich. Zum Beispiel hat die ostwestfälische Stadt Rheda-Wiedenbrück eine neue Beleuchtung, in einem sensiblen Landschaftsabschnitten installiert. Dort wurde LED gegen ein insektenfreundliches rötliches Licht. Ähnliche Laternen wurden bereits in dem Landschaftspark Flora Westfalica ehemals ein Landesgartenschaugelände montiert.

Die Stadt erfüllt mit dieser Maßnahme eine Auflage der Naturschutzbehörde. Für die  lichttechnischen Berechnungen wurden die Belange des Tier- und Umweltschutzes und des Energieverbrauchs mit der Verkehrssicherheit abgewogen. Um die Störwirkung von Lichtemissionen auf die Tier- und Pflanzenwelt zu verringern, sind die Lichtfarbe und das entstehende Streulicht zu beachten. Die Lichtfarbe wird bei LED-Leuchten in Kelvin (als Farbtemperatur) angegeben und sollte möglichst unter 3.000 Kelvin liegen. Darüber hinaus wird das aus den verwendeten Laternenköpfen austretende Licht bauartbedingt auf den Radweg gerichtet. In das Umfeld der Grünflächen wird  kaum Streulicht gelenkt. Darüber hinaus leuchten die Laternen je nach Uhrzeit auch unterschiedlich hell. Im Sinne des Energieverbrauchs wird ab 23 Uhr die Nachtabsenkung aktiviert.


Foto: Karsten Knöbel (vorne) und Heinz Blankert (im Hubsteiger) von der Firma Börger Elektrotechnik haben insgesamt zwölf Laternenköpfe zwischen Hauptstraße und Am Werl installiert.