Krautbunde sollen helfen gegen Hagel, Regen, Blitz und schwere Krankheiten. Jahrhundertelang galten sie als Schutz und Helfer für Mensch und Vieh. Was es mit dem traditionsreichen Brauch auf sich hat, verrät ein Thementag im Kloster Dalheim am Sonntag, 17. August 2014. Mit auf dem Programm stehen Försterwanderung und Familienaktion. Die Klosterschmiede ist in Betrieb.

KrautbundfestFoto: LWL/Katharina Brehm

Im Dalheimer Konventgarten zeigt die Kräuterexpertin und Brauchtumsforscherin Beate von Sobbe von 13 bis 17 Uhr in historischer Tracht, welche Kräuter in unterschiedlichen Regionen in das Krautbund gehörten und welche Bedeutung sie in Volksglauben und Medizin hatten. Getreidesorten, Golddistel, Königskerze sind nur einige der Pflanzen, die im Krautbund – auch wegen der ihnen zugeschriebenen Wirkung – nicht fehlen dürfen. Die Tradition dieses Brauchs reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück. Traditionell wird das Krautbund in der Zeit um Mariä Himmelfahrt geweiht.

Um 13.30 Uhr findet eine öffentliche Führung durch die Dalheimer Klosteranlage statt, um 15 Uhr ein Rundgang durch die Dalheimer Klostergärten unter dem Motto „Das Paradies hinter der Mauer“. Kinder widmen sich von 15 bis 17 Uhr der „Kräuterwellness“ und stellen Cremes aus selbst geernteten Heilpflanzen her. Die Klosterschmiede ist von 10 bis 18 Uhr in Betrieb.

Das Klosterwirtshaus serviert von 11 bis 18 Uhr Speisen mit Blüten und Kräutern.

Die Teilnahme an einer öffentlichen Führung kostet 2,50 Euro pro Erwachsenem. Bei der Teilnahme an der Kinderaktion fallen Materialgebühren in Höhe von 2 Euro pro Kind an. Eine Familientageskarte für das Kloster Dalheim kostet 13 Euro, der Eintritt für Erwachsene 6 Euro pro Person.

Weitere Informationen unter Telefon 0 52 92 . 9319-225.