Mit Lieblingsbäumen ist es ja so eine Sache. Eigentlich ist es immer ein Baum im eigenen Garten. Aber wenn man auch mal gerne zu Fuß wo anders unterwegs ist, können noch ein paar Lieblingsbäume dazu kommen.

So gibt es ein Paar Lieblingsbäume, mittlerweile mindestens 40 Jahre alt in der weiteren Umgebung des Zuhauses.

 

Weiden

Es handelt sich um alte knorrige, immer gepflegte und mittlerweile für diese Sorte Bäume echt große Exemplare. Gemeint sind zwei Weiden, die seit eigenem „Menschengedenken“ als Ersatzweitenzaunpfähle an einem kleinen Graben an einer Wiese die an einen Bauerngarten grenzt stehen.

Mit ihnen sind spannende Abenteuer verbunden. Einmal eine „fastganzschönweitfussmarsch“ Halbtagesreise vom Elternhaus entfernt waren sie immer ein Kletterziel. Im Baum über die Stacheldrahtschnürre, die in ihnen eingeschlagen oder irgendwie befestigt waren hoch und oben in einem Nest geschützt von den Blicken des Eigentümers, des Bauern und den wenigen Passanten die mal des Weges kamen geschützt.

Wenn der Zaun arg durch die Kletterei gelitten hatten, wurden die Blagen schon mal verscheucht und man traute sich Tage, Wochen, Monate nicht mehr hin. Bis wieder mal geschaut werden mußte was den da so passiert in den Bäumen. Der eine mehr stämmig und klein, der andere mit einem Tiefeinstieg.

Ganz doof, wenn die Pflegemaßnahmen alle schützenden Äste verschwinden ließ. Da war das hochklettern echt nur was für Könner. Und wer es nicht packte, fiel schon mal in den Graben, mal mit mal ohne Wasser. Die Eltern bekamen es spätestens dann mit wo man gewesen war.

Und dann bei einem gepflegten Spaziergang, da standen sie beide noch noch größer geworden, zum Glück an der gleichen Stelle. Wie schön, wie kostbar und wie toll war das früher. Ach so ein Lieblingsbaumpaar ist was feines.