In diesem Frühjahr können Besucherinnen und Besucher des Naturkundemuseums im Marstall in Schloss Neuhaus wieder einen Blick in die „Kinderstube“ von Meisen werfen. Eine Infrarot-Kamera liefert Life-Bilder aus einem außen am Marstall angebrachten Nistkasten. Das Geschehen wird ins „Publikumslabor“ im Obergeschoss des Museums übertragen.

 

MeisenTV

Bildquelle: MeisenTV auf dem Besucherbildschirm

Eine Blaumeise hat bereits 11 Eier in das sorgfältig gebaute und gut gepolsterte Nest abgelegt. Wenn alles gut geht, kann in den nächsten Wochen das Brüten und die Jungenaufzucht unmittelbar am Museums-Bildschirm verfolgt werden. Bei den Meisen brütet nur das Weibchen. Das Männchen versorgt es während dieser Zeit mit Nahrung. Allerdings verlässt das Weibchen auch immer wieder den Kasten, um selbst Nahrung zu suchen. Wenn die Jungtiere nach etwa zwei Wochen Brutzeit geschlüpft sind, werden beide Meiseneltern alle Schnäbel voll zu tun haben, um sie satt zu bekommen. Drei Wochen lang müssen sie dann täglich mindestens 600, oft über 1000 Raupen und andere Insekten für ihre hungrige Kinderschar herbeischaffen.

Die Meisen-Kinderstube kann zu den normalen Öffnungszeiten des Naturkundemuseums im Marstall (täglich – außer montags – von 10 bis 18 Uhr) beobachtet werden.