Heute das erste Mal nur noch 2 Grad auf dem Thermometer am frühen Morgen. Die Bäume verlieren mit Macht ihr Laub und die letzten Jahrmärkte des Jahres finden statt, bevor die Weihnachtsmärkte die Szene in den Innenstädten bestimmen.

Und ein ganz besonderer Garten will jetzt die Aufmerksamkeit. Der Friedhof verlangt nach ordnender Hand. Die vielen Pflanzen des Sommers müssen spätestens jetzt zurückgestutzt oder weggemacht werden, das Laub beseitigt, Rindenmulch aufgetragen, die Kerzen gerichtet, die Kränze gebunden oder bestellt werden. Und das alles weil ja Totensonntag ansteht.

Schön ist, wenn das richten der Familiengräber nicht in einen Wettlauf der Wohlgeordnetheit und des floralen Spiessertums endet. Wir haben zum Glück entspannte Nachbarn, nicht nur zu Hause, sondern auch am Familiengrab, da gibt es diesen Wettlauf nicht.

Das Kissen machen wir schon ganz lange immer wieder selber. Mit frischem Moos aus dem Garten, in diesem Jahr mit einer roten Kordel, und dem Golddraht um dem ganzen Festigkeit zu geben. Mit dem Rückschnitt der Rhododendren und dem Laubharken immerhin auch gut 1,5 Stunden Arbeit. Aber ganz gelassen und entspannt. Weil wie gesagt, kein Aufstylwettbewerb an den Gräberreihen.

Foto(5)So kann der Totensonntag kommen, ganz wie gewünscht als stiller Feiertag. Wenn die Sonne scheint, ist ein Spaziergang über den Alten Friedhof auch sehr meditativ und schön. Trotz der Trauer auch ein energievoller Ort.

Und das sagt Wikipedia zum Totensonntag:

Zitat Anfang:“Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ist in den evangelischen Kirchen in Deutschland und der Schweiz ein Gedenktag für die Verstorbenen. Er ist der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Er kann (aufgrund der fixen Lage des vierten Adventssonntages vor dem 25. Dezember) nur auf Termine vom 20. bis zum 26. November fallen.

Seit der Entwicklung des Kirchenjahres im Mittelalter wurden mit den letzten Sonntagen des Kirchenjahres liturgische Lesungen zu den letzten Dingen verbunden. Während am drittletzten Sonntag das Thema „Tod“ im Mittelpunkt steht, hat der vorletzte Sonntag die Thematik „(Jüngstes) Gericht“ und der letzte „Ewiges Leben“. Zitat Ende