Der Kleingärtner

Von kleinen Paradiesen im Garten und auf dem Balkon

Schlagwort: Garten (Seite 1 von 5)

Gartenreich Dessau-Wörlitz Fest- und Gedenkjahr mit Fachtagung

Wenn das keine tolle Veranstaltung ist: Die Gartentagung in Wörlitz:

Der 200. Todestag von Leopold III. Friedrich Franz, Fürst und Herzog von Anhalt-Dessau (1740-1817) wird zum Anlass genommen, um an sein Leben und Wirken zu erinnern und insbesondere seine Leistungen, die mit dem Gartenreich Dessau-Wörlit
z Eingang in das UNESCO Weltkulturerbe gefunden haben, angemessen zu würdigen. Einen Höhepunkt innerhalb des Fest- und Gedenkjahres bildet die Gartentagung mit dem Thema »Leopold III. Friedrich Franz – sein Gesamtkunstwerk nach 250 Jahren«. Weiterlesen

Gartenplanung und Reperaturmaßnahmen

Eine befreundete Gartenbesitzerin ist in diesem Jahr sehr tatendurstig und hat zur Lagebesprechung mit leckerem Frühstück in ihren Garten eingeladen.
Bei ihr sind einige schöne Bäume meist gut 10jährige schön in den ansteigenen Garten gepflanzt. Darüber hinaus gibt es drei schöne sehr unterschiedliche Sitzplätze, von Relaxbereich und Kaffeetafel bis zur Terrasse mit einem langen Tisch ist alles dabei.

Ausgangslage des Gartens

Und dazwischen mal langer und mal kurzer Rasen und auch einiges an geballten Blumenansammlungen. Das sind natürlich keine Beete, da die Beete ja einen Umrandung brauchen und hier eher locker die Fläche im Rasen mit einer Sorte Blumen der Saison nach bepflanzt wird.


Das ist bei einer solchen Zusammenkunft immer sehr lustig, wie die Besitzerin erzählt wieso diese Sorte Blumen gerade an dieser Stelle zur Anpflanzung gekommen ist. Meist ist die Schönheit bei Einkauf der Grund der Ansammlung. Und wenn die Trophäen dann im Garten ankommen, wird die Menge und Größe zu dem Rest dann in ein Verhältnis gebracht, so dass es die Inselbildung gibt.

Der Relaxbereich

Dieser Bereich ist nach dem Sonnenstand am Nachmittag-Abend ausgewählt. Da die Sonne schon gegen 17 Uhr im Sommer hinter den großen Bäumen des Nachbar verschwindet, ist der Relaxbereich so optimiert, dass es wirklich dort bis 17 Uhr Sonne gibt. Die Büsche dahinter sind schön dicht, so dass der Bereich, der mehr am Rand des Grundstückes liegt, doch blickgeschützt ist. Allerdings eben auch etwas weg von Haus und Versorgungsquellen.

Kaffeebereich

Der nette Sitzbereich ist mit einem klassischen Gartenmöbelensemble der 60er ausgestattet und hat mit dem runden Tisch eine sehr einladende Wirkung. Hier ist die Sonne schneller weg, aber bei einem heißen Sommertag ist der Platz ideal und gehört auch für die Gäste zum gerne besuchten Teil des Gartens. Auch eine mögliche Grillaktion ist dort problemlos zu integrieren.

Terrasse

Hier ist natürlich der optimale Platz ganz in der Nähe der Versorgungsquellen und auch der Zulieferung durch das hintere Gartentor. Die Anlage ist schon fast historisch, so dass die Öffnung nach Tagesform mal geht und mal nicht. Da die versammelte Gartenkennerschaft natürlich versorgt werden wollte, wurde hier akuter Handlungsbedarf festgestellt und ein neues Gartentor aus Holz eingefordert.

Der Terrassenplatz ist der einzige der nicht optimal sichtgeschützt ist, so dass es hier noch zu mehreren Aktionen kommen wird. Sehr schön kann ein gestalteter Raum mit Holzelementen oder mit gemauerten Winkeln sein, der je nach anschließender Architektur sehr schön eingewachsen werden kann. Mit diesem Thema beschloss sich dann der Tag, da diese Frage doch noch mehr Baumaßnahmen sogar mit schwerem Gerät erfordern könnte. Hier ist die ratsuchende Freundin noch mitten im Entscheidungsprozess.

 

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Vortrag anlässlich des 150. Todestag von PETER JOSEPH LENNÉ

Am Montag, den 3. Oktober 2016, ab 16 Uhr wird im „Gräflicher Park Grand Resort“ Bad Driburg ein interessanter Vortrag zur Gartenkunst stattfinden. Anlässlich des 150. Todestags von Peter Joseph Lenné (1789-1866), Generaldirektor der königlich preußischen Gärten, des wohl bedeutendsten Gartenarchitekten des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum wird ein anderen profunder Kenner sein Werk beleuchten. Lenné war es, der die Potsdamer Gartenlandschaft vollendete, aber auch die ersten Volksparks schuf.Adel und Volk liebten Lenne bzw. seine Schöpfungen. Lenne prägte das grüne Berlin, dass wir heute noch kennen.

Portrait_Klaus von Krosigk Bildquelle: Dr. Klaus-Henning von Krosigk

Am Montag, den 3. Oktober um 16 Uhr wird der ehemalige Gartenbaudirektor im Landesdenkmalamt Berlin und Gartenhistoriker, Dr. Klaus-Henning von Krosigk, über Lenné, „der den Preußen ihre schönsten Parks und Grünanlagen geschaffen hat“ (www.rbb-online.de) nach einer Führung durch den Gräflichen Park einen Vortrag halten. Dr. von Krosigk gilt als profunder Kenner der Lennéschen Garten- und Parkanlagen und hat sogar einige bedeutende Lenné-Parks, wie zum Beispiel die von Klein-Glienicke, den Berliner Tiergarten oder den Schloßgarten von Berlin-Charlottenburg, restauriert. Neben tiefen Einblicken in das Lennésche Erbe wird der Vortrag auch Wissen über die Erhaltung und Pflege in heutiger Zeit vermitteln.
Der Landschaftskünstler Peter Joseph Lenné ist der Erfinder von Institutionen wie dem Schlosspark Sanssouci oder der Pfaueninsel. Der Vortrag stellt aber auch seine berühmt gewordenen „Volksgärten“, Schlossgärten (Berlin-Charlottenburg, Ballenstedt, Erdmannsdorf im Hirschberger Tal in Schlesien) und Kurparkanlagen (Bad Homburg, Bad Oeynhausen) vor.
Weit mehr als 100 Garten- und Parkanlagen hat der grüne Visionär im Stil englischer Landschaftsgärten mit charakteristischen Sichtachsen geplant. Etablierte Konzepte lehnte Lenné für sich ab, er prägte seine eigene Ästhetik. Sein Schaffen illustriert darüber hinaus exemplarisch zwei Jahrhunderte Gartenkunstgeschichte: Von der Abwendung vom absolutistischen Barock-Garten, über das Ideal der Aufklärung und den Englischen Landschaftspark bis hin zur Gründerzeit und der Entstehung von kommunalen Grünanlagen.

Zur Person von DR. KLAUS-HENNING VON KROSIGK
Geboren 1945 in Halle/Saale, studierte er Gartenarchitektur und Gartengeschichte sowie Bau- und Kunstgeschichte. Seit 1978 war er für den Berliner Senat tätig. Seit 1995 war Dr. von Krosigk Leiter des Referates für Städtebauliche Denkmalpflege und Gartendenkmalpflege innerhalb des Landesdenkmalamtes und von 1994 bis 2011 stellvertretender Landeskonservator von Berlin. Darüber hinaus ist er Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) und Deutsches Mitglied im Spezialkomitee für Historische Gärten des „International Committee of Historic Gardens and Sites“ von ICOMOS-IFLA der Denkmalpflegeorganisation der UNESCO. Auch in Rheda-Wiedenbrück, kund um das Schloss und die Familie Bentheim-Tecklenburg ist von Krosigk eine bekannte Größe in Gartendingen.
Für seine herausragenden und beispielgebenden Bemühungen zum Erhalt, Pflege und Wiederherstellung von bedeutenden Gartendenkmalen in Berlin wurde ihm der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

VORVERKAUF
Der Eintrittspreis für die Führung und den Vortrag beträgt im Vorverkauf 15 Euro, an der Abendkasse 3 Euro (außer Mitglieder der Diotima Gesellschaft). Schüler/Studenten haben freien Eintritt bei Vorlage ihres Ausweises. Karten können an den bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden:

● Buchhandlung Saabel, Lange Str. 86, Bad Driburg, Tel. 05253 4596
● Bad Driburger Touristik GmbH, Lange Str. 140, Bad Driburg, Tel. 05253 9894-0
● Gästeservice Center im Gräflichen Park, Bad Driburg, Tel. 05253 95 23700
● Buchhandlung Linnemann, Westernstr. 31, 33098 Paderborn, Tel.: 05251 28550

Oder schicken Sie eine E-Mail an info@diotima-gesellschaft.de

Gartendinner die Plätze für Gäste

Was man nicht alles noch so in der Truhe hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Grillen jetzt wo die Tage gerade sommerlich, aber auch auszuhalten sind, ist Zeit.
Und da kamen auch ganz kurzfristig Gäste und da wurde der alte Opa-Bierzelt-Gartentisch gedeckt und zur Krönung des ganzen fielen mir noch zwei alte Sitzkissen in die Hände.
Aus der Zeit als der DSC Arminia Bielefeld noch erstklassig war und Krombacher Trikotsponsor. Müsste so 2006-07 gewesen sein.
Aber der clou:

Gartendiner

Plätze für Geniesser: Und so war der Abend auch!

Toller Gartenblog von Profis – Beetschwestern

Wenn man mal so rechts und links des Weges schaut, da gibt es noch tolle Gartenblogs von wirklichen Profis.
Die Beetschwestern ist so einer. Viele Fachfrauen rund um das Grün, zum Essen, zum Heilen, zum Dekorieren sind hier am Werk und man merkt beim Lesen den Spaß den die tollen Frauen mit ihren Themen und mit ihrem Blog haben.
Also unbedingt mal reinschauen:
Beetschwestern, alles andere als Langweilig:

Beetschwestern Screenshot Bildquelle: Screenshot der Beetschwestern

Betreten der Grünfläche auf eigene Gefahr

galeriehoffmann-betreten-der-gruenflaeche-auf-eigene-gefahr-webIn Deutschland geht man üblicher Weise von einem „Grün-Betretungs-Verbot“ von öffentlichen Parkanlagen aus. Das das aber gar nicht so ist und oft schon gar nicht in Großstädten dämmert so langsam.

Auf dem Lande, dort wo Gärten in privater Hand sind, ist das eher der Fall. Und genau mit diesen Dualismus, wo ist was, was ist Lebensraum, welche Farbigkeit ist wo, was ist eine „Grünfläche“ spielen die beiden Künstlerinnen Anna Fiegen und Sandra Lange aus Berlin. In der Galerie Hoffmann Contemporary Art wird ab dem 19.6.2016 genau dieser Spur nachgegangen. Und siehe da,vielleicht ist gar nicht etwas wie eine Grünanlage gemeint.

Einfach mal reinschauen, Am Sonntag, den 19.6.2016 um 11.30 Uhr sind die Künstlerinnen persönlich in der Galerie Hoffmann Contemporary Art, COR-Haus, Hauptstraße 74, 33378 Rheda-Wiedenbrück anwesend. Und sonst ist die Ausstellung bis zum 3.9.2016 von Di-Fr 11-17 Uhr und Sa 10-14 und nach Vereinbarung geöffnet. Urlaubszeit erfragen.

Offene Gärten und Parks in Herzebrock und Clarholz

Am landesweiten Tag der Gärten und Parks am Sonntag, 12. Juni finden auch in den historischen Klostergärten von Herzebrock und Clarholz kostenlose Aktionen statt.
In Clarholz ist folgendes los:
Es gibt Bratwürstchen, Kaltgetränke, Kaffee und Kuchen. Wer noch nie Falafelbällchen probiert hat, bekommt in Clarholz die Gelegenheit dazu. Einige Flüchtlinge der Gemeinde haben sich bereit erklärt, diese Spezialität aus Kichererbsen zu spenden. Sie bieten Falafeln mit und ohne Sesampaste, der so genannten Tahina, an. Außerdem backen sie vor Ort auf einem Spezialofen hauchdünnes syrisches Fladenbrot.

Im Kellnereimuseum kann man sich von 14 bis 18 Uhr die Ausstellung “Laudato Si“ mit Werken von Heinrich G. Bücker und Matthias Bücker de Silva anschauen.

Bei rund eineinhalbstündigen Führungen kann man die Besonderheiten des Gartens am ehemaligen Kloster in Clarholz mit Gottfried Pavenstädt, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Propstei Clarholz erkunden. Start ist jeweils um 13 und 17 Uhr am Eingang zur Propstei. In der Zwischenzeit erwartet die Gäste von 14 bis 17 Uhr ein musikalisches Highlight. Die vierköpfige Gruppe „Grenzgänger“ interpretiert verschollene und in Vergessenheit geratene Volks- und Kinderlieder wieder neu. Durch den attraktiven Mix mit Swing, Jazz, Blues und weiteren Stilrichtungen hat das Publikum von heute Spaß an den Liedern von gestern.


Auch der Kinderchor der Wilbrandschule wird sein gesangliches Können zum Besten geben.

In Herzebrock ist indoor und outdoor ebenfalls möglich:

In der historischen Klosteranlage in Herzebrock bietet Karl-Hermann Schlepphorst als Mitglied des Heimatvereins zwei unterhaltsame Führungen an. Eineinhalb Stunden dauert der Rundgang mit Start jeweils um 11 und um 14.30 Uhr am Bronzemodell neben der Kirche. Das Besondere der Nachmittagsführung ist die musikalische Untermalung durch einen Saxofonisten, der die Tour begleitet. Mit fröhlichen Klängen spaziert es sich nochmal so gut.

Im Gewölbekeller bietet das Café der Landfrauen von 14 bis 17 Uhr Imbiss und Getränke an. Sehenswert ist darüber hinaus der Diarückblick zur Vereinsgeschichte der Gartenfreunde.

Im ebenfalls vom Heimatverein Herzebrock betriebenene Zumbusch-Museum an der Clarholzer Straße 45 lädt die sehenswerte Ausstellung „Blühendes Leben“ zu einem besonderen Kunstgenuss ein. Niederländische Altmeister des Stilllebens werden neuen zeitgenössischen Kunstpositionen zum Thema Stillleben und Porträt gegenüber gestellt. Die Ausstellung ist die traditionelle Sommerausstellung des Heimatvereins, die aus Leihgaben der renommierten privaten Kunstsammlung SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin möglich gemacht wird. Der Eintritt dort ist frei.
Plakat blühendes leben Bildquelle: Plakat der Ausstellung

Tage der Gärten und Parks in OWL am 11.6-12.6

Der Landschaftsverband Westfalen Lippe legt sich u.a. stark ins Zeug für historische Garten und Parkanlagen. Daher auch hier die Begeisterung für Gartenkunst.
So mancher Gartenarchitekt und Künstler von Rang und Namen haben den Parks der Region OWL ihren Stempel aufgedrückt. Wachstum und Vergänglichkeit verändern die Gärten jedoch. Wie die „lebendigen“ Kulturgüter dennoch erhalten bleiben, erklären Experten bei Führungen durch ausgewählte Gartendenkmäler am „Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe“, den der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am 11. und 12. Juni veranstaltet.

In folgenden Gärten und Parks ist was los:

Die „Königin der Blumen“ ist auch für einen Teil des historischen Palaisgartens Detmold (Kreis Lippe) namensgebend. Ende der 1960er-Jahre entstand der an einem Hang angelegte Rosengarten als Freiraum für das Konzerthaus der Hochschule für Musik. Die terrassenförmige Gestaltung mit seiner markanten Treppenanlage und formalen Rosenbeeten ist ein Beispiel für moderne Gartenarchitektur der Nachkriegszeit. Die Gestaltungsidee des Rosengartens erklärt LWL-Gartenexperte Bernd Milde am 12. Juni ab 10 Uhr. Treffpunkt ist der Haupteingang am Palais.

Als in Dortmund Mitte der 1920er-Jahre die erste Westfalenhalle entstand, legten die Planer auch einen Blumengarten an. Im zweiten Weltkrieg stark zerstört, wurde er in der Nachkriegszeit von Dortmunder Bürgern wieder aufgebaut. Auf verschiedenen Ebenen sind ruhige Gartenräume entstanden, verbunden durch Treppen und Gänge. Hecken und Mauern unterstreichen das geometrische Gefüge der Anlage. Wie Ehrenamtliche im Jahr 2015 die Rosenterrassen erneut mit viel engagierter Arbeit retteten, erfahren Gäste am 11. Juni ab 14 Uhr von Michael May vom Bauamt Dortmund im Rosengarten.

Vor 200 Jahren war das Bagno in Steinfurt eine Art Vergnügungspark für den gehobenen Adelsstand mit zahlreichen Attraktionen. Seitdem ist die Anlage immer wieder verändert worden oder litt unter Vernachlässigung. Heute noch kann man die außergewöhnliche Gartenarchitektur des Parkes erkennen. Der von dicht bewachsenen Ufern gesäumte See, die Ruineninsel, verschlungene Waldwege und die historische Konzertgalerie sind Höhepunkte des Bagnos. Im Rahmen der Regionale 2004 wurden verlorene Gartenpartien revitalisiert und neu interpretiert – das ist der thematische Schwerpunkt eines Rundganges mit der Landschaftsarchitektin Rebekka Junge am 12. Juni ab 13 Uhr vom Kiosk am Bagnosee.

Das Paderquellgebiet ist die „grüne Lunge“ von Paderborn. Von dort ergießen sich mehrere Quellen in Deutschlands kürzesten Fluss, die nur vier Kilometer lange Pader. Das Areal wurde in den 1950er-Jahren als naturnaher Stadtpark gestaltet, der den Paderbornern bis heute zur Erholung dient. Er ist ein typisches Beispiel für den Zeitgeschmack der frühen Nachkriegsjahre und bis heute weitestgehend unverändert erhalten geblieben. Das Gestaltungskonzept und die Wiederherstellung der Anlage schildert der Landschaftsarchitekt Wolfgang Wette am 12. Juni ab 11 Uhr. Treffpunkt ist der südwestliche Parkeingang „An der warmen Pader“.

Eine weite Wiese, alte Eichen, dichte Strauchbepflanzungen, ein Teich mit Pavillon: Den Villengarten Alphons Hecking in Neuenkirchen (Kreis Steinfurt) nutzen vor allem Kulturschaffende immer wieder für Aufführungen und Ausstellungen. Über die moderne Neugestaltung des Landschaftsgartens nach dem Krieg berichten die Landschaftsarchitekten Beate Böckenhoff und Stefan Leppert am 12. Juni um 10 Uhr am Eingang der Villa.

Für den Erhalt der schützenswerten Paradiese setzt sich die Gartendenkmalpflege beim LWL ein. Vor Ort arbeiten Denkmalbehörden, freie Landschaftsarchitekten, Gartenverwaltungen und Garteneigentümer daran, die Zeugnisse der Vergangenheit zu bewahren. Die Spezialführungen bieten am Tag der Gärten und Parks Einblicke in diese Arbeit und ihre fachlichen Herausforderungen und Herangehensweisen. Alle Führungen sind kostenlos. Informationen: http://www.gaerten-in-westfalen.de.

Führungen
Rosengarten im Palaisgarten Detmold – Moderne Freiraumgestaltung für das Umfeld des Konzertsaales der Musikakademie – Referent Bernd Milde (LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Münster) – Sonntag, 10 Uhr, ab Haupteingang am Palais
Rosenterrassen an der Westfalenhalle Dortmund – Wiederherstellung eines Kleinods durch ehrenamtliches Bürgerengagement – Referent: Michael May (Bauamt Dortmund), Gesellschaft der Staudenfreunde – Samstag, 14 Uhr, im Rosengarten Villengarten Alphons Hecking in Neuenkirchen – Nachkriegsmoderner Landschaftsgarten des Gartenkünstlers Roland Weber und seine Wiederherstellung – Referenten Beate Böckenhoff und Stefan Leppert (Planungsgruppe Leppert/ Böckenhoff, Münster) – Sonntag, 10 Uhr, ab Eingang der Villa Paderquellgebiet in Paderborn – Zeittypischer Stadtpark der frühen 1950-er Jahre und seine Wiederherstellung – Referent: Wolfgang Wette (Wette und Küneke Landschaftsarchitekten GbR) – Sonntag, 11 Uhr, ab südwestlichem Parkeingang „An der warmen Pader“ Bagno Steinfurt – Neuinterpretation verlorener Gartenpartien im Rahmen der Regionale 2004 – Referentin Rebekka Junge (WBP Landschaftsarchitekten, Bochum) – Sonntag, 13 Uhr, ab Kiosk am Bagnosee

Minolta DSC

Minolta DSC

Bildquelle: Eine der eigenartigsten Schöpfungen der Gartenkunst in Westfalen ist das Steinfurter Bagno.
Foto: LWL

Hintergrund
Neben den vielen Privatgärten gibt es in Westfalen-Lippe über 300 kulturell herausragende Gärten und Parks, die ganzjährig für Besucher geöffnet sind. Gartenkultur ist ein wesentlicher Teil der Identität der Region. Ganz gleich ob Land oder Stadt, ob naturbelassen oder kunstvoll gestaltet, der LWL will sie in den Fokus rücken, das Bewusstsein für diese Besonderheit schärfen und den Tourismus stärken. Die Website http://www.gaerten-in-westfalen.de bietet daher zu 130 ausgewählten Gärten und Parks ganzjährig umfassende Informationen. Zusätzlich präsentieren sich seit 2012 am „Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe“ zahlreiche Privatgärten. „Gärten und Parks in Westfalen-Lippe“ ist eine Initiative des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Projektes „Kultur in Westfalen“, das von der LWL-Kulturstiftung und der Westfalen-Initiative getragen und vom NRW-Kulturministerium gefördert wird.

Gartendesigner Piet Oudolf kommt wieder nach Westfalen

Der Gartendesigner, der für die wunderbaren Anlagen im Gräflichen Park Bad Driburg und im Maxipark Hamm verantwortlich zeichnet, schaut mal wieder in beiden Schöpfungen vorbei.
Wer Lust hat und mal was vom begnadeten Fachmann live hören will, der sollte sich ein besonderes Wochenende im August vormerken. Das Wochenende ist das vom 20. und 21. August 2016. Los gehts in Hamm mit einem Vortag, am Samstag, den 20. August 2016, Führungen um 10:30 und um 12:30 Uhr besuchen. Die Führungen kosten sowohl im „Gräflicher Park“ in Bad Driburg (hier inkl. Vortrag) als auch im Maxipark in Hamm jeweils 20 € (zzgl. Parkeintritt). Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Im Gräflichen Park gehts um die Präriestauden. Wer sich für Piet Oudolfs typisch naturalistische Gestaltung mit Stauden, vor allem Präriestauden, begeistert, hat am Sonntag, den 21. August 2016 die Chance den bekannten Staudenexperten live im Gräflichen Park am Teutoburger Wald zu erleben. Nach einem Vortrag über seine Garten-Philosophie um 11 Uhr wird der Niederländer bei einer Führung praktisch und konkret. Der Gräfliche Park, seit über 230 Jahren im Besitz der Grafen von Oeynhausen-Sierstorpff und mehrfach preisgekrönt, ist für seine Gartenkunst international bekannt und Mitglied im Europäischen Gartennetzwerk (EGHN).

Bad Driburg Bildquelle: Katzenminze in Bad Driburg

Der Staudengarten im Gräflichen Park besteht aus zahlreichen Sorten von Achillea, Annemonen, Astern, Echinacea, Geranien, Iris, Limonen, Salbei und Veronica, die einen Dialog der verschiedenen Flächen, Farben und Volumina ergeben. Die Fülle der Blumen- und Staudensorten wächst zu einem substantiellen Umfang, um im Verlauf der Jahreszeiten wieder und wieder die Erscheinung zu wechseln. Eine Besonderheit des Oudolf-Gartens in Bad Driburg sind ein Dutzend Magnolienbäume, die im Westen eine starke Kulisse, einen schönen Abschluss und eine Ergänzung für den historischen Parkteil bilden.

Piet Oudolf, der kürzlich 71 geworden ist, gilt übrigens als Mitbegründer des „Dutch Wave“, einer Strömung im internationalen „New Perennial Movement“, das die Pflanzen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt und Ästhetik aus der Natur ableitet.
Die Anmeldungen nimmt in Bad Driburg Die Führungen kosten sowohl im „Gräflicher Park“ in Bad Driburg (hier inkl. Vortrag) als auch im Maxipark in Hamm jeweils 20 € (zzgl. Parkeintritt). Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Kinder legen Steinzeitgarten an

Im Vorfeld der Großen Archäologischen Landesausstellung NRW mit dem Titel „REVOLUTION jungSTEINZEIT“ präsentiert das Lippische Landesmuseum Detmold in einem „Steinzeitgarten“ alle acht frühesten Kulturpflanzen in unserer Region. Aus den Getreidearten Emmer, Einkorn und Nacktgerste wurde schon in der Jungsteinzeit unter anderem Brot gebacken. Daneben wächst im Steinzeitgarten nun auch der Lein, aus dem schon in der Jungsteinzeit Textilkleidung („Leinenkleidung“) hergestellt wurde. Zu den ersten Kulturpflanzen gehörten auch die Erbse, die Linse, Mohn und die Roggentrespe. Heute werden auf den landwirtschaftlichen Flächen in NRW 81 verschiedene Kulturpflanzen angebaut!

Kinder legen Steinzeitgarten an

Bildquelle: Kinder beschäftigen sich mit alten Kulturpflanzen / Foto: Lippisches Landesmuseum Detmold

Der Steinzeitgarten entstand für die Große Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westfalen mit dem Titel „REVOLUTION jungSTEINZEIT“. Diese zeigt vom 2. Juli 2016 bis zum 26. Februar 2017 auf 800 m² rund 1500 Funde von den Dinosauriern bis zum Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht die Jungsteinzeit, die Epoche in der Menschheitsgeschichte, in der die größten Umbrüche und wegweisenden Erfindungen hervorgebracht wurden. Zahlreiche Anfass- und Mitmachelemente sowie aufwändige Inszenierungen und Medienstationen machen die Ausstellung zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Ackerbau ist eine Erfindung, die schon in der Bibel beschrieben wird: Nach der Verbannung aus dem Paradies musste der Mensch im „Schweiße seines Angesichts sein Feld bestellen“. Nachdem der Mensch 2,5 Millionen Jahre, also 99,9 % seine Geschichte, als Jäger und Sammler durch die Landschaft zog und wechselnde Lagerplätze aufsuchte, begann vor rund 10.000 Jahren im Vorderen Orient der große Umbruch hin zu einem Leben als sesshaften Bauern. Mit dieser für die Menschheit ganz neuen Lebensweise kommen nicht nur die Viehhaltung, der Hausbau, Besitz und Eigentum auf, sondern vor allem, sondern auch der Ackerbau und die ersten Kulturpflanzen. Um 5300 v. Chr. erreichten schließlich die ersten Bauern Nordrhein-Westfalen. Sie brachten die Kulturpflanzen aus dem Vorderen Orient, hier aus einem Dreieck zwischen Israel, Südosttürkei und dem Iran mit.

Errichtet wurde der Steinzeitgarten am Lippischen Landesmuseum von Eckhardt Deichsel. Unter Anleitung von Melanie Delker-Hornemann wird die OGS Bildungshaus Weerth-Schule bis Ende Februar 2017 den Steinzeitgarten wöchentlich pflegen und betreuen. So können die Besucher des Landesmuseums in allen Monaten unterschiedliche Wachstums- und Reifegrade der Pflanzen erfahren. Eine Tafel wird demnächst die einzelnen Pflanzenarten und ihre Bedeutung für den Menschen näher vorstellen.

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